Die Autobahnbrücke über den Breitenbachplatz muss weg!

Die Überquerung des Breitenbachplatzes mit dem monumentalen Brückenbauwerk des Auto-bahnzubringers in Richtung A100 ist das unschöne Erbe unvollendeter Verkehrs- und Stadtplanung. Der im Zuge einer „autogerechten“ Stadtentwicklung vorgesehene Lückenschluss zwischen dem heutigen Autobahnzubringer und der A103 wird seit Jahrzehnten aus guten Gründen nicht mehr verfolgt.

Die anstehende Sanierung des Brückenbauwerks gibt konkreten Anlass, einen Rückbau der Überquerung zu prüfen und diese städtebauliche Barriere zwischen dem Steglitzer und dem Wilmersdorfer Teil des historischen Platzes nach Möglichkeit zu beseitigen. Die Bezirksverordnetenversammlungen in Steglitz-Zehlendorf und Charlottenburg-Wilmersdorf haben sich einstimmig hinter das Ziel des Brückenrückbaus gestellt - der städtebauliche Gewinn für den Platz, seine Umgebung und die Anwohner in Steglitz und Wilmersdorf wäre potenziell enorm.

Um die Auswirkungen eines solchen Brückenrückbaus auf die Verkehrssituation der Umgebung angemessen und seriös beurteilen zu können, bedarf es intensiver Untersuchungen und valider Prognosen.

Die CDU hat daher den Senat aufgefordert, in einer Machbarkeitsstudie zu untersuchen, unter welchen städtebaulichen, verkehrlichen, ökologischen und finanziellen Rahmenbedingungen der Rückbau der Stadtstraßenbrücke und die Neugestaltung des Breitenbachplatzes möglich ist.

Ziel des modellhaften Rückbaus dieses Relikts der autogerechten Stadt ist:

  • der Abriss bzw. weitgehende Rückbau und Umbau der Brücke über den Breitenbachplatzund eine ebenerdige Führung des motorisierten Verkehrs entlang des Platzes;
  • nach Möglichkeit durch eine Randbebauung die städtebauliche Fassung des Stadtplatzesnördlich und nordöstlich der Schildhornstraße wiederherzustellen, dabei ist der Schaffungdringend benötigten Wohnraums auf dafür geeigneten Flächen Vorrang einzuräumen;
  • durch eine Reduzierung des motorisierten Durchgangsverkehrs, die Einrichtung einerTempo-30-Zone, sowie besserer Querungsmöglichkeiten für den Rad- und Fußverkehr,den Platz für die Menschen zurückzugewinnen.