Für die CDU ist die Integration von Menschen mit ausländischen Wurzeln in unsere Gesellschaft eine politische Schlüsselaufgabe. Wir verstehen Integration als einen positiven, fortschreitenden Prozess, der von Einwanderern, Politik und der gesamten Gesellschaft gestaltet wird. Diese Vielfalt ist eine Chance und Bereicherung für Berlin und unseren Bezirk. Integration führt zu gleichberechtigter Teilhabe, zu wechselseitigem Verständnis und zugleich zur Identifikation mit unserem Land.

VORAUSSETZUNGEN FÜR ERFOLGREICHE INTEGRATION SCHAFFEN - GEMEINSAM

Der Berliner Senat treibt mit seiner wirren und schlecht durchdachten Baupolitik von Modularen Unterkünften für Flüchtlinge (MUF) einen Keil zwischen Anwohner und geflüchtete Menschen im Bezirk Steglitz-Zehlendorf.

Mit Unterbringungen am Rande des Bezirkes ohne entsprechende Infrastruktur, mit Bauplanungen auf den Grundstücken, die ursprünglich für Schulen und Sporthallen vorgesehen wurden und mit Ignoranz gegenüber dem Naturschutz kann und wird keine Integration von geflüchteten Menschen gelingen. Deutlich ist es an den Handlungen des Berliner Senats am Osteweg 63 sowie in Heckeshorn am Wannsee zu sehen. Auch der rigiden Bevormundung der Anwohner durch den Senat müssen wir einen Riegel vorschieben. Denn wir brauchen eine kluge ausgewogene Politik für die Unterbringung von geflüchteten Menschen in unserem Bezirk, die in die Mitte der Gesellschaft aufgenommen werden können.

SPRACHE ALS GRUNDLAGE ERFOLGREICHER INTEGRATION

Wir erachten den Erwerb der deutschen Sprache als Schlüssel für eine erfolgreiche Integration. Kindern aus Flüchtlingsfamilien sollte daher frühzeitig der Kontakt zu deutschsprachigen Kindern in Kindertagesstätten ermöglicht werden. Schulpflichtige Kinder müssen in den Willkommensklassen/Integrationsklassen ein ausreichendes deutsches Sprachniveau erreichen, damit der Übergang in den Regelunterricht reibungslos funktionieren kann. Bei der Sprachförderung der Eltern kommt unserer Volkshochschule eine große Bedeutung zu. Auch beim Thema Spracherwerb ist der Bezirk auf die Unterstützung durch den Senat angewiesen. Besonders wichtig ist die gleichmäßige Verteilung von Willkommensklassen auf alle Schulen des Bezirks, denn dies erleichtert die spätere Integration in Regelklassen (weniger Schulwechsel).

INTEGRATION FÖRDERN UND FORDERN

Integration ist keine Einbahnstraße. Der gewachsene gesellschaftliche Konsens zu unserer Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und unseren Grundrechten muss bewahrt und gelebt werden. Die Grundwerte unserer Gesellschaftsordnung müssen von allen hier lebenden akzeptiert und aktiv vertreten werden. Christliche Werte haben unsere Gesellschaft grundlegend geprägt. Sie im Bewusstsein zu halten und ihnen Geltung zu verschaffen, bleibt vorrangige Aufgabe von Staat und Bürgern. Gleichzeitig erkennen wir an, dass auch andere Religionen Werte vermitteln und positiven Einfluss auf unsere Gesellschaft ausüben können. Wir erwarten von allen Angehörigen unterschiedlicher Religionen und Kulturkreise, die in unserem Land leben, die gegenseitige Achtung und die Einhaltung unseres Grundgesetzes und unserer Rechtsordnung